Donnerstag, 30. Dezember 2010

[Rückblick]: Tops, Flops, Überraschungen und Enttäuschungen 2010

Kaum zu glauben, aber das Jahr 2010 liegt fast hinter uns. Um es noch einmal Revue passieren zu lassen, werde ich euch hier mitteilen, welche Bücher mich in diesem Jahr am meisten überrascht, enttäuscht oder mitgerissen haben. Nicht alle diese Bücher sind 2010 erschienen, wurden aber erst in diesem Jahr von mir gelesen.

1. (Persönliche) Entdeckung des Jahres (und weil ich es ohne Hilfe wohl kaum von allein gelesen hätte)

Ganz klar, Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün aka die Edelstein–Trilogie von Kerstin Gier. Mir waren die Cover immer zu mädchenhaft, weswegen ich im Laden stets daran vorbeigelaufen bin. Das hat sich jedoch geändert als ich Rubinrot von einer lieben Freundin zum Geburtstag geschenkt bekommen habe (Danke Kathi!). Tja, dann wurde ich auch süchtig. Ich liebe den Humor der Bücher, insbesondere ab Saphirblau und dem Auftauchen von Xemerius und meinem anderen Liebling Giordano (ehrlich, ich habe fast geweint vor lachen beim Menuetttanzen!).

2. Schönstes Cover

Die Kategorie muss einfach rein. Es ist knifflig. Ich finde „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ hat ein wirklich schönes Cover, ebenso „Splitterherz“ von Bettina Belitz und „Urbat: Die dunkle Gabe“ von Bree Despain.
Gewonnen hat für mich allerdings ein englischsprachiges Buch:
Dieses Cover finde ich einfach nur wunderschön.



3. Überraschung 2010


Ich habe wirklich selten ein Buch gelesen, über das ich auch Wochen danach noch nachdenken konnte und bei dem ich dadurch immer mehr in der Geschichte entdeckt habe. Dieses Buch ist einfach unglaublich – und ich habe nur das Hörbuch gehört! Die Geschichte um Sam, die am Anfang nicht oberflächlicher sein kann, sich aber jeden Tag mehr verändert und weiterentwickelt, gehört für mich auf jeden Fall zu den Highlights im Jugendbuchbereich 2010.

4. Hat mich zum Fan der anderen Werke des Autors gemacht

Das ist leicht: „Zwei an einem Tag“ von David Nicholls. Ich lese nicht so gerne Liebesgeschichten, aber mit der Geschichte um Emma und Dexter hat David Nicholls die von zwei so liebenswerten Charakteren abgeliefert, dass ich direkt auch die anderen Bücher von ihm lesen wollte. „Ewig Zweiter“ hat mir ebenfalls sehr gut gefallen (Rezension folgt bald) und „Keine weiteren Fragen“ steht weit oben auf meiner SuB–Liste. Was David Nicholls ausmacht, sind seine Beobachtungsgabe und authentische, leicht ironische Zeichnung der Charaktere. Sei es nun die sarkastische Emma (einer meiner weiblichen Lieblingscharaktere – und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich mich mit diesen eher schwertue!) oder der selbstverliebte Dexter. Trotz, oder gerade wegen ihrer Macken, schließt man sie schnell ins Herz.

Jetzt geht es aber richtig ans Eingemachte, nämlich den Büchern, die mich inhaltlich überzeugen konnten, das leider nicht geschafft haben oder dazwischen lagen:

5. Weder richtig Top, noch richtig Flop

Leider, leider „Mockingjay“ von Suzanne Collins.
Ich weiß gar nicht, was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber es schien zuviel gewesen zu sein. Es gab mehr Dinge, die mich daran gestört haben als ich zuvor gedacht hätte. Daneben bewundere ich Suzanne Collins aber auch für ihren Mut, kein kitschiges Happy–End zu fabrizieren, kein Hollywood–Ende an diese wunderbare Reihe zu klatschen. Dennoch war das Buch für mich weder Fisch noch Fleisch. Ich liebe und ich hasse es nicht. Enttäuscht bin ich wahrscheinlich nur, weil ich vorher strikt angenommen hatte, es auf jeden Fall zu lieben – ohne wenn und aber.
Wie ihr an der Rezension von Tira seht, kann es aber auch anders gehen.^^

6. Flop

Leider kann ich mich nicht auf Anhieb entscheiden. Ich war ziemlich enttäuscht von „Das Lied der Dunkelheit“ von Peter V. Brett. Das Buch konnte mich schon auf den ersten 200 Seiten nicht im Geringsten überzeugen. Auch bei "The Forest - Wald der tausend Augen" von Carrie Ryan habe ich vor dem Ende aufgehört zu lesen. „Bodyfinder“ hat mich ebenfalls enttäuscht, was wohl daran lag, dass ich etwas komplett anderes erwartet hatte. Aber ich wähle hier „Splitterherz“ von Bettina Belitz. Ich bin schon länger um das Cover herumgeschlichen, weil es so wunderschön ist. Irgendwann habe ich mich dann auch an das Hörbuch gewagt – und bin froh, dass es dabei geblieben ist.
Bettina Belitz kann schreiben - es war auch nicht ihr Schreibstil, der mich gestört hat, sondern schlichtweg der Hauptcharakter, Ellie. Mit diesem unsympathischen, weinerlichen Geschöpf von Protagonistin mit Stalkerzügen, war das Buch für mich leider ruiniert.

7. Top

In der Kategorie Top fällt es mir ebenfalls sehr schwer, mich zu entscheiden. Ich bin richtiger Fan des Buches „Der Name der Windes“ von Patrick Rothfuss geworden, war mehr als positiv überrascht von „Zwei an einem Tag“ und "Wenn du stirbst, ..." . Ich bin begeistert von "Catching Fire" von Suzanne Collins und "Perfect Chemistry" von Simone Elkeles. Gewonnen hat für mich in dieser Kategorie jedoch eine Reihe:

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„Himmel und Hölle“, „Asche und Glut“ und „Schachmatt“ von Malorie Blackman.
Es gab in diesem Jahr kein Buch und auch keine Reihe, die mich derart zum Denken gebracht und mit den Charakteren hat mitfühlen lassen. Sei es Trauer, Freude oder die Ungerechtigkeit , die sich durch alle drei Bände zieht.

Da diese Bücher mich so stark beeindruckt haben, werden sie in den kommenden Wochen noch einmal näher unter die Lupe genommen und vorgestellt.




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